|
|
 |
 |
|
Uniformitätsgesetz: Kreuzt man zwei homologe Linien miteinander, die sich in einem oder mehreren Allelpaaren unterscheiden, so erhält man eine heterozygote Filialgeneration (F1) mit einem einheitlichen Phänotyp. Beispiel: Man kreuzt eine braune und eine schwarze Katze miteinander. Die Filialgeneration ist uniform schwarz. Da das Gen für die schwarze Farbe den Phänotyp der F1 Generation bestimmt, sagt man, es ist dominant über dasjenige für die braune Farbe, das als rezessiv bezeichnet wird.
|
 |
 |
|
Spaltungsgesetz: Kreuzt man F1-Hybriden, die in einem Allelpaar heterozygot sind, so ist die F2-Generation nicht uniform, sondern spaltet phänotypisch in bestimmte Zahlenverhältnisse auf. Beispiel: Nehmen wir zwei Katzen aus unserer F1 Generation, die ja phänotypisch schwarz sind, und kreuzen diese untereinander, sieht die F2 Generation wie folgt aus: 1/4 der Nachkommen ist homozygot schwarz, 2/4 der Nachkommen ist heterozygot schwarz und 1/4 der Nachkommen ist homozygot braun. Diese Spaltung ist auf die Trennung der homologen Chromosomen in der Meiose zurückzuführen, denn die Gene können, da sie ja haploid sind, nur eines der beiden Allele enthalten, entweder das für schwarze oder das für braune Fellfarbe.
|
 |
 |
|
Unabhängigkeitsregel: Kreuzt man zwei homozygote Linien miteinander, die sich in zwei oder mehreren Allelpaaren voneinander unterscheiden, so werden die einzelnen Allele bei der Weitergabe durch die Generationen unabhängig voneinander, entsprechend den beiden ersten Mendelschen Gesetzen, vererbt. Es können dabei in der F2- Generation neue Merkmalskombinationen auftreten. In unserem Beispiel heißt dies, das die schwarze Farbe der Katze an die Nachkommen dominant vererbt wird, aber nicht ihre gute Augenfarbe und die großen Ohren. Es können Nachkommen schwarz sein mit großen Ohren, aber der schlechten Augenfarbe vom anderen Elternteil. Genausogut kann ein Nachkomme eine schöne Augenfarbe haben, aber kleine Ohren und die braune Fellfarbe.
|
 |
 |
|
Kreuzungsschemata:
|
 |
 |
|
Kreuzungsquadrat
|
|
|
 |
 |
|
In Kreuzungsschemata werden die Gene bzw. Allele der Übersichtlichkeit halber durch Buchstaben symbolisiert. Dominante Allele bezeichnet man mit Großbuchstaben, rezessive mit entsprechenden kleinen Buchstaben.
|
 |
 |
|
© Copyright Sandra Wagenländer Die Rechte an Texten und Bildern liegen bei der Autorin; jegliche unauthorisierte Kopie oder Verbreitung von Text- oder Bildelementen, auch auszugsweise, ist untersagt.
|
|